Samstag, 19. Februar 2011

In der Zwischenzeit...

...ist viel und doch nicht so viel passiert. Nächsten Donnerstag geht es nach Hause. Die ganzen Abschiedszeremonien setzen jetzt so langsam ein. In der Stationsversammlung: Wie war es (Gut entspannend und Überfällig), was nehme ich mit nach Hause (13 KG weniger und einen vollen Akku) und was habe ich anzumerken (Diverses - dafür gibt es so Meckerkärtchen. Aber das will ich doch lieber mit der Meckertante besprechen). Auch Frau Dr. K. gab sich die Ehre und bat darum auch mal was positives über das Haus zu berichten. Scheinbar gibt es ein kleineres Image-Problem hier. Ist eigentlich klar: Jeder dem es gefallen hat, wird das als normal empfinden und nichts schreiben. Wer aber was zu meckern hat, der sagt das meistens auch.

Sehr angenehm überrascht war ich davon, dass sich Frau Dr. K von mir extra, explizit und persönlich verabschiedet hat. Sie kam dafür sogar noch in das Büro meiner Betreuerin, das ziemlich weit 'vom Schuss' liegt.

Gestern Abend fand dann noch eine Vorführung von Stammes-Riten der Eingeborenen statt. Diese bestand zum großen Teil aus Schenkelklopfern, Fußaufstampfen und unartikulierten Jauchzern. Kombiniert mit Tonsignalen die auf metallisch glänzenden Blechtröten hervorgebracht wurden. Wie können 3 Eingeborene nur solch einen Krach machen? Scheinbar wurde das Telefon hier erst relativ spät eingeführt.

Ich muss hier weg, bevor ich mit zu sehr assimiliere. Immerhin habe ich es bislang eisern geschafft, zu nichts und niemanden "Grüß Gott" zu sagen. Aber die latente Gefahr ist gegeben.

Frau E kommt von heute bis Montag zu Besuch. Ich stehe schon so halb in den Startlöchern um nach Salzburg zu fahren. Dort werde ich Sie am HBf abholen.

Wenn ich ehrlich bin schreibe ich diesen Blog-Eintrag auch nur, um nicht eine halbe Stunde frierend in SZ am Gleis stehen zu müssen.

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